Landwirtschaft & Regionale Produkte

Sicherung der Ernährungssouveränität durch das "Triple-Incentive" Kantinenmodell

1. Das Modell "Kantine Österreich Plus"

Ziel ist es, den Anteil österreichischer Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung (Betriebskantinen, Schulen, Krankenhäuser) auf 80 % zu heben. Da regionale Produkte oft teurer sind als Importware, greift hier ein staatliches Fördersystem.

Der Triple-Regionalitäts-Bonus

Bei nachgewiesenem Bezug von zertifizierten österreichischen Lebensmitteln wird eine Förderung ausgeschüttet, die sich wie folgt aufteilt:

1. Der Erzeuger
(Landwirt)

Erhält eine Qualitäts-Prämie pro gelieferter Mengeneinheit, um den Mehraufwand für heimische Standards (Tierwohl, GVO-frei) abzugelten.

2. Der Betreiber
(Catering)

Erhält einen Logistik-Zuschuss, um die kleinteiligere Beschaffung bei lokalen Bauern gegenüber dem Großhandel wirtschaftlich zu machen.

3. Das Unternehmen
(Host)

Profitiert von einer Lohnsteuer-Befreiung auf den Essenszuschuss für Mitarbeiter, sofern die Kantine das "Austria-Siegel" trägt.


2. Transparenz & Kennzeichnungspflicht

Der Konsument muss auf einen Blick erkennen, woher die Rohstoffe stammen – nicht nur im Supermarkt, sondern auch auf der Speisekarte.


3. Schutz & Erhalt der heimischen Produktion

Landwirtschaft ist in Österreich oft kleinstrukturiert und benötigt Schutz vor globalem Preisdumping.

Maßnahme Umsetzung
Investitionsschutz für Bergbauern Erhöhung der Bergbauernförderung zur Sicherung der Bewirtschaftung extremer Steillagen (Erhalt der Kulturlandschaft).
Saatgut-Souveränität Förderung und Schutz traditioneller, österreichischer Sorten. Verbot der Patentierung von heimischen Nutzpflanzen.
Direktvermarktungs-Bonus Steuerfreibetrag von bis zu 10.000 EUR jährlich für Landwirte, die ihre Produkte direkt ab Hof oder über regionale Automaten an Endkunden verkaufen.

4. Ausbildung & Bewusstsein

Wissen über Lebensmittelproduktion ist die Basis für Wertschätzung.